bundesliga.de-Portrait (21.12.2007) 

Das magische Dreieck

Sie verzauberten die Bundesliga mit ihren tollen Spielzügen und einer Vielzahl von Toren: Balakov, Elber und Bobic. bundesliga.de blickt zurück.

Das magische Dreieck: Ein Brasilianer, ein Bulgare und ein Deutscher mit kroatischer Mutter und slowenischem Vater sorgten für internationalen Fußball-Glanz in Stuttgart.

"Eine besondere Zeit

Sie spielten erfolgreichen und spektakulären Fußball mit einer solchen Begeisterung, dass sich jeder der die drei zusammen hat spielen sehen, noch heute liebend gern erinnert - einschließlich der magischen drei:

"Es war eine ganz besondere Zeit. Mit diesen zwei Spielern zu spielen, war der beste Abschnitt meiner Karriere - mit Giovane Elber und Krassimir Balakov. Es war nicht nur Fußball, denn wir waren auch gute Freunde und sind es auch heute noch", schwärmt Fredi Bobic noch heute von der Zeit in Stuttgart.

Nur ein Ballkontakt

Trotz dreier verschiedener Nationalitäten existierte bei Balakov, Elber und Bobic eine gemeinsame Sprache, sowohl privat wie auch sportlich: die "Fußballsprache". Und vielleicht war genau das das Geheimnis für die vielen genialen Aktionen - zumal es auf dem Platz auch eine klare Aufgabenteilung gab:

Bobic erklärt das Geheimnis des Trios wie folgt: "Wir wollten immer nur mit einem Ballkontakt spielen. Balakov war der Kopf des Dreiecks - er war der Spielmacher. Elber und ich waren die Stürmer, die zusammen eine Vielzahl von tollen Toren erzielten."

Lobeshymne von Müller

Ex-Nationalspieler und VfB-Legende Hansi Müller ist ebenfalls voll des Lobes: "Die haben sich blind verstanden. Drei Vollblutfußballer. Ideal ergänzt. Fredy und Giovane als Stürmer vorne mit den Laufwegen, mit den unterschiedlichen Charakteren auch als Stürmer. Und Balakov dahinter - auch super abgeschirmt von der Defensive, damals Gerhard Poschner.

"Und das hat einfach funktioniert. Nicht nur das magische Dreieck sind sie gewesen, sondern sie haben auch einige Dinge geprägt - fußballerisch - mit Kombinationen, mit schönen Toren, mit Spielfreude, mit Spielwitz, mit Überraschungen. Fußball pur", so Müller weiter.

"Das wichtigste war Spaß"

"Wir haben alles gegeben, das ist gut angekommen. Ich glaube, die Fans haben das gemerkt. Ich bin mit Herz und Seele beim Verein, ich war keiner, der nur aufs Geld geschaut hat, für mich war immer wichtig auf dem Platz. Also für mich war das wichtigste auf dem Platz, dass ich Spaß habe", kommentiert Elber seine Zeit beim VfB.

Besonders viel Spaß hatte das magische Dreieck am "Bayern-Ärgern". Immer wieder wurde der Südgipfel zwischen dem VfB Stuttgart und Bayern München zu Fußballfesten - garniert mit tollen Aktionen.

Nur noch in den Träumen

"Es war immer ein großes Derby, wenn Stuttgart gegen Bayern gespielt hat. Es war immer etwas ganz Spezielles, mit viel, viel Leidenschaft", erinnert sich Bobic.

So viel Freude, so viel Leidenschaft und so schöne Jubelszenen. Die Fans des VfB Stuttgart lieben träumen noch immer von den Bildern von Balakov, Elber und Bobic - von ihrem magischen Dreieck.

 
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